Mittwoch, 19. März 2014

Vom Frühling, Fasching, Frauentag und Fasten

Es ist schon wieder eine Weile her, dass ich hier etwas von mir hören lassen habe, deshalb möchte ich meinen heutigen freien Mittwoch nutzen um dies zu ändern.
Warum habe ich frei?
Nein ich habe nicht schon wieder Urlaub. J
Heute ist der 19. März  und da ich in einem (wie bekannt) katholischen Haus arbeite haben wir heute frei, denn heute ist der Hl. Joseph. Wieder ein Feiertag den ich aus Deutschland nicht kenne. 
Ich bin in den letzten Wochen ein paar Traditionen begegnet, die ich von zuhause nicht kenne.

Angefangen hat es am 28.2 als Michaela und ich auf Arbeit plötzlich ein Ständchen von Valy (ein Seminarist) bekamen. Er überreichte uns danach eine Blume zum anstecken, anlässlich des Frühlingsbeginn. Hier beginnt der Frühling am 1.März traditionell trägt man deshalb ab dem 1. bis zum 31. etwas Gehäkeltes (rot / weiß) oder eine Blume an der Kleidung um den Frühling zu begrüßen, genannt wird dies Mărţişor. Wir bekamen noch 2 weitere Mărțișor eins noch von einer alten Dame und das andere vom Chef. Unser Chef erzählte uns dann auch noch eine Sage. Der Sage noch solle jedes unverheiratetes Mädchen dieses Mărţişor um 00:00 Uhr an die Kleidung machen und dann schlafen gehen. 00:05 Uhr sollte dann der Prinz vorbeikommen. Ich bin extra wach geblieben habe es aber verpasst das Mărţişor rechtzeitig anzubringen und deshalb kam mich kein Prinz besuchen. ;) Michaela auch nicht und so machten wir uns am 1. März auf in die Stadt.
Ich habe pflichtbewusst die Blume an die Jacke geheftet und dachte damit nicht allein zu sein doch es hatten nicht viele einen Schmuck an der Jacke.  Wir machten uns auf die Suche nach einem Fitnessstudio. Wir fanden auch welche doch die Preise sind alles andere als erwartet. Das billigste war 30€ im Monat das teuerste aber von uns am dichtesten 70€. Wir entschieden uns unser Vorhaben zu vertagen.
In der Stadt war die ganze Hauptstraße von kleinen Ständen geschmückt an denen man verschiedene Mărţişor kaufen konnte. Ein schöner Anblick auch an den wenigen Jacken sieht es gut aus. Am Montag auf Arbeit hatten dann aber alle Kolleginnen ein Mărţişor an der Kleidung.
Montag und Dienstag waren in Deutschland die Faschingstage etwas was man hier gar nicht kennt. Michaela und ich dachten wir könnten unseren Kollegen auch mal etwas gutes tun und beschlossen Pfannkuchen selbst zu machen. Sie waren sogar sehr lecker, aber leider konnten sie nicht alle unserer Kollegen essen, da die Fastenzeit der Orthodoxen bereits begonnen hatte.
In der Fastenzeit essen die Orthodoxen kein Fleisch, kein Fisch und keine Milchprodukte, einfacher gesagt sie essen nur das was aus dem Boden wächst. Umso verwunderter waren wir, dass am 7.3 der Tisch dekoriet wurde und alle zum Essen kamen, obwohl keiner Geburtstag hatte.
Anlass war der Tag später der internationale Frauentag! Ein Tag der in Deutschland keine weitere Bedeutung hat. Hier bekamen wir von „unseren” Männern ein Ständchen und eine Torte.Die Kinder haben sogar 3 Tage Ferien und waren fleißig am basteln für ihre Mütter, Omas, Lehrerin und Freiwillige. J
Am Samstag wollten wir mal wieder in die Oper. In unserem Programm stand für 16:00 Uhr ein Ballettstück einer chinesischen Behindertengruppe. Wir haben uns voll darauf verlassen und waren um 15:40 Uhr an der Oper. Diese sah recht dunkel aus und auch der Kartenverkauf hatte geschlossen. Wir gingen dennoch zum Eingang. Die Dame die am Eingang stand sagte uns nur, dass das Stück bereits um 3 begonnen hätte. Nun ja herzlich willkommen in der Republik Moldau. Man sollte hier alles hinterfragen. Wir machten uns noch einen schönen Nachmittag in der Stadt. Am Abend trafen wir uns mit anderen Freiwilligen in einer Spiele bar anschließen zogen wir weiter und es wurde ein gemütlicher Abend.
Die Woche verlief wieder ganz normal und ich war froh, dass meine Mentorin wieder da war lag sie die Woche vorher doch im Krankenhaus.
Am Wochenende wurden wir spontan von Pater Stefan gefragt ob wir nicht mit nach Orheiul Vechi fahre wollten und so machten wir uns gemeinsam mit ihm und seinen Freunden am Samstag auf den Weg.  Es war ein sehr schöner Ausflug zumal wir sehr schönes Wetter hatten: 20°C, Sonnenschein und blauer Himmel. Zuviel des Guten für März wie uns immer wieder gesagt wurde. Mal sehen wie das mit dem Wetter weitergeht. Am Samstag werden wir zum Osterbasteln gehen, organisiert vom deutschen Lesesaal und am Sonntag machen wir vielleicht eine kleine Wanderung das wissen wir noch nicht. Ich werde natürlich berichten.

In diesem Sinne bis bald

Eure Becca 

Montag, 24. Februar 2014

Gelassenheit

Da bin ich wieder zurück in Chisinau.
In den letzten Wochen ist bei mir einiges passiert warum ich nicht dazu gekommen bin einen Eintrag zu verfassen.
Anfangen möchte ich mit meinen Ausflug nach Iasi am letzten Januarwochenende. Am Samstagmorgen 7:15 Uhr traf ich mich mit Emma, Julian und Andrea um gemeinsam mit der Maschrutka nach Iasi zu fahren. An der Grenze war ich etwas aufgeregt zum einen sollte sich doch herausstellen ob ich den Stempel brauche oder nicht. Zum andern wurden wir von der Frau hinter uns angesprochen ob wir evtl. jeweils 2 Zigarettenschachteln nehmen könnten. Sie hatte zu viel dabei.
An der Grenze passierte nicht´ s. Ich bekam einen Ausreisestempel und alles war gut. In Iasi angekommen empfing uns ein eisiger Wind und ein leichtes schneien. Wir entschieden uns mit einem gemütlichen Mittag zu starten und den weiteren Tag zu planen. Dank Gabi hatte ich auch einen Reiseführer mit Stadtplan. Wir entschieden uns die Hauptfußgängerzone entlang zu spazieren. In der kath. Kathedrale bekamen wir eine spontane Führung freute sich der Küster einmal 4 interessierten Jugendlichen seine Kirche zeigen zu können. Das Wetter machte es leider alles sehr ungemütlich.

Am Abend kamen wir in unserem Hostel an, dort wurden wir mit einem etwas erstaunten Gesicht empfangen und uns wurde zu verstehen gegeben, dass es keine 2 Zimmer mehr gibt sondern nur 1 mit drei Betten. Wir waren aber 4 und der Hostelvater meinte er könnte noch ein Bett zusätzlich in dieses Zimmer stellen und würde uns dafür aber mit dem Preis entgegenkommen. Wir stimmten zu und brachen wieder auf um noch etwas für den Abend zu finden. Unsere Suche führte uns in ein Restaurant in der Nähe von außen sah es sehr modern aus. Innen fühlte man sich in die 50iger zurück versetzt. Zu unserem Glück spielte auch noch eine „Live – Band“, was zum Teil die Verständigung sehr schwer machte, da das E - Piano mit programmierten Melodien doch sehr laut war. Wir entschieden uns zu Essen und danach weiter zu ziehen. Als wir später am Abend noch einmal an diesem Restaurant vorbeikamen spielte die Band immer noch und es tanzten viele Leute und das Lokal hatte sich stark gefüllt waren wir doch ziemlich allein gewesen.
Sonntag ging es dann wieder zurück nach Chisinau waren wir noch bei Dagmar (von der dt. Botschaft) zu Kaffee, Kuchen und Tee eingeladen. So klang das Wochenende in aller Gemütlichkeit aus und ich war beruhigt, dass die Stempelangelegenheit geklärt war.
Am Montag ging ich dann etwas erkältet auf Arbeit und genoss einmal mehr die Wärme in der Küche.
Dienstagvormittag durfte ich auch noch arbeiten doch vor dem Essenausteilen traf unsere Apothekerin auf mich und meinte nur ich sehe ziemlich krank aus (rote Nase, tränende Augen und wenig Stimme). Ich meinte aber es geht mir gut. Sie sprach daraufhin mit Sora Betty diese wiederum kam zu mir und schickte mich nur noch nach Hause. Ich bekam noch einen Anruf, dass ich zum Mittagessen wiederkommen solle. Ich legte mich schlafen und verschlief den ganzen Nachmittag. Abends rief mich noch einmal ganz besorgt die Schwester an ob wirklich alles gut ist und wenn es mir den nächsten Tag nicht besser gehe solle ich zuhause bleiben. Sie würde mich aber noch einmal anrufen.
Am Dienstagnachmittag bekamen wir in unserem Zimmer auch noch mal kurz Besuch vom „Hausmeister“. Er schaffte es die Heizung tatsächlich zum funktionieren zu bringen. Hatten wir im Hostel weder Heizung noch warmes Wasser und ads ist bei -20°C nicht angenehm.  So hatten wir danach wenigstens ein warmes Zimmer und zum warm duschen bekamen wir einen Schlüssel für ein Hotelzimmer. Im Hotel gibt es ein „Noterwärmer“ für das Wasser. So fehlte es uns an nicht´ s mehr.
Am Mittwochmorgen stand ich pünktlichst auf wusste ich doch nicht genau wann mich die Schwester noch einmal anruf und dass Ordensschwestern immer zeitig aufstehen ist glaub ich kein Geheimnis. Ich durfte am Mittwoch wieder arbeiten und auch am Donnerstag.
Seit Sonntag hatte es immer mal wieder geschneit und am Donnerstag schneite es die ganze Zeit. Ich freue mich im Normalfall immer über Schnee doch wusste ich, dass ich am Donnerstagabend um 11 den Bus nach Bukarest nehmen wollte. Auf Arbeit wurde ich mit den Worten verabschiedet „Gute Reise, Gott sei mit Dir und hoffentlich ist es ein großer Bus“.
Ich machte mich an dem Abend gespannt und etwas eher auf den Weg da Marina zum einen extra auf mich wartete, dass sie sich noch von mir verabschieden kann und zum anderen auf Grund des Schnees. So kam es, dass ich 22:20Uhr am Hauptbusbahnhof ankam. Dort stand auch tatsächlich ein großer Bus, aber mit dem Schild Abfahrt 22:30Uhr ich dachte gut nicht meiner schauen wir mal was dann für mich kommt. Ich wurde aber sofort angesprochen und mir wurde nur gesagt ich solle mein Ticket schnellst möglich tauschen damit ich noch in den Bus einsteigen kann, denn das ist der letzte für den Abend alle anderen späteren fallen aufgrund des Wetters aus. Am Ticketschalter wurde mir meine Tasche schon einmal abgenommen und die Dame hinterm Schalter gab ihr bestes und so bekam ich noch ein Ticket und durfte einsteigen. Eine Situation, die es so in Deutschland nicht gegeben hätte, welcher Schalter arbeitet schon bis 23Uhr?

22:45 Uhr klingelte noch einmal mein Telefon und es war wieder die Schwester, die wissen wollte ob alles gut ist. Ihr erzählte ich meine Geschichte und sie meinte, dann ist ja alles gut, schlaf gut und gute Reise. Ich war in dem Moment so glücklich eine so besorgte „Personalchefin“ zu haben.
man sollte sich gemerkt haben wo man das Auto geparkt hat! 
Meine weitere Reise verlief ohne Problem. Freitagmorgen kamen wir um 7 in Bukarest an die 6 Stunden Aufenthalt nutzte ich um meinen Zwischenbericht zu schreiben. In Berlin die 2 Stunden nahm ich um ein wenig anzukommen und eine richtige Streuselschnecke zu essen. J
Mit dem Bus ging es dann nach Dresden dort wurde ich mit einem heißen Kakao von Freunden empfangen und natürlich gab es einiges zu erzählen. Ich war dennoch sehr angespannt schließlich wussten meine Eltern nicht, dass ich schon Freitagabend vor der Tür stehen werde. Die Reaktionen waren aber so wie ich sie irgendwie erwartet habe. J Mit moldauischen Sekt und Schokolade ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen.
Es folgte eine wunderschöne Seminarwoche in Dresden und jede freie Minute wurde genutzt um doch das ein oder andere bekannte Gesicht wieder zusehen. Am Ende der Woche war ich geschafft, glücklich, gespannt und irgendwie auch froh wieder aufbrechen zu können.
Am Montag den 10.2 ging es dann in aller früh (4:45Uhr) mit dem Bus wieder nach Berlin. Doch nicht allein nahm ich doch meine beste Freundin Jenny direkt mit. In Berlin trafen wir dann noch auf Michaela meine neue Mitfreiwillige und Agathe (franz. FW. hier in Chisinau). Zusammen flogen wir nach Bukarest dort warteten
wir warten
wir auf eine Maschrutka abends um 8 kam dann auch eine, welche uns mitnahm und so kamen wir am 11.2 morgens um 5 hier wieder an. Geschafft und froh wieder angekommen zu sein fielen wir in die Betten und schliefen erst einmal eine Runde. Zum Mittag waren wir auf Arbeit eingeladen. Es war so schön sie alle wieder zu sehen und die Begrüßungen waren alle sehr herzlich.
Mittwoch begann Michaela bereits mit arbeiten. Jenny und ich machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Donnerstag das Gleiche Bild und den Abend ließen wir zu dritt in einer Pizzeria ausklingen. Freitag durfte auch ich wieder arbeiten und ich nahm Jenny einfach mit um ihr meine Arbeit einmal genauer zu zeigen. Am Freitagabend hieß es dann wieder auf zum Bus flog Jenny doch von Bukarest aus zurück.
Wir hatten uns im Vorhinein entschieden ein gemeinsames Wochenende in Bukarest zu machen und haben ein Hostel gebucht gehabt. Dort kamen wir auch am Samstagmorgen 7 Uhr an. Das Hostel sah von außen nicht aus wie ein Hostel und so entschieden wir uns ein wenig zurück auf die Hauptstraße zu gehen und erst mal einen Kaffee zu uns zu nehmen und dann nochmal nach der Adresse zu schauen. Diese stimmte. Wir machten uns also auf den Weg zurück zu der Adresse wurden dort diesmal auch empfangen mit den Worten „Wir haben ein Problem ihr Zimmer ist belegt!“ Der Hostelvater bot uns aber an nach einer anderen Möglichkeit zu suchen. Nach einigem Hin und Her bekamen wir ein Zimmer im Nachbarhostel und er versprach uns für die Mehrkosten am nächsten Tag zum Flughafen zu bringen. Wir dachten ein Fairer deal. Wir luden unsere Sachen ab und machten uns auf den Weg in die Stadt. Bei schönstem Wetter schauten wir uns gemeinsam das Stadtzentrum an.  Sonntagmorgen warteten wir vergeblich auf unseren versprochenen „Chauffeur“. Tja ja so ist das mit der Zuverlässigkeit, aber wenn ich das nächstemal bei ihm buche bekomme ich alle Referenzen zurück d.h. ich wohne kostenlos für eine Nacht bei ihm im Hostel. Wer´s glaubt!
Wir kamen aber dennoch rechtzeitig am Flughafen an. Jenny checkte ein und ich wartete draußen auf meine Maschrutka die mich zurück nach Chisinau bringen sollte.
Eine wunderschöne Woche war damit zu Ende und es war sehr schön jemand mal meine Welt hier zeigen zu können, andererseits auch ein wenig komisch.






Seit letztem Montag ist alles wieder beim alten ich geh normal arbeiten. Eine Ausnahme ist natürlich, dass Michaela nun dauerhaft hier ist und ich so abends nicht mehr allein Essen muss und auch an den Wochenenden nicht mehr allein bin. Wir waren gemeinsam in der „Opera si Balet“ und haben uns Schwanensee angeschaut, haben gemeinsam gekocht und haben Lissi in ihrem Projekt besucht. So geht es nun gestärkt, gespannt, gut gelaunt und gemeinsam die 2. Halbzeit.
Ich habe bei meinem Deutschlandbesuch gemerkt, dass ich um einiges gelassener geworden bin und auch die 2. Hostelakion mich nicht mehr allzu sehr „schockiert“ hat. Hier ist alles halb so schlimm und niemand plant weit im Voraus und genau das ist das was mir hier so gefällt.

In diesem Sinne
Bis bald eure
Becca

P.s. Ich wurde darauf angesprochen, dass man in meinem Blog nicht allzu viel von Arbeit lesen kann. Dazu möchte ich sagen. Ich arbeite mit Schulkindern helf ihnen bei den Hausaufgaben und natürlich machen wir die ein oder andere Aktion mit den Kindern.
Alles andere sind aber Einzelschicksale, die ich nicht öffentlich preisgeben möchte!

Möchte jemand etwas ausführlicher wissen, dann bitte keine falsche Scheu haben und mich einfach direkt über das Kontaktformular links kontaktieren. 

Donnerstag, 16. Januar 2014

1. BESUCH :)

Seit dem letzen Eintrag ist noch nicht so viel Zeit vergangen, dennoch gibt es einiges zu Berichten.
Zu allererst noch einen Nachtrag, dass 2. Weihnachten mit den Kindern war sehr schön. Wir haben eine Sachspende von einem Schreibwarenladen aus Deutschland erhalten und die Füller wurden sehr interessiert angenommen. Die Spende, die ich von Dir liebe Birgit erhalten habe wird in einen Tagesausflug im Mai einfließen, welchen wir erstmals zusammen mit den Eltern machen werden. Wir sind sehr gespannt wie es wird und ich werde Dir natürlich berichten.
Am 10.01 machte ich mich abends auf dem Weg zum „Gara de Nord“. Das ist der Busbahnhof wo alle Busse der Ukraine losfahren und ankommen. Dort sollte nämlich Luise ankommen.
Sie kam sogar pünktlich 21:30Uhr an, auch wenn das eher war als ich sie erwartet habe, aber so ist das wenn man über den abtrünnigen Teil (der Republik Moldau) Transnistrien kommt und genau darin lag dann auch das Problem. Luise ist ILLEGAL eingereist!!!
Wir wussten beide, dass wir abends sowieso nichts erreichen könnten und so machten wir uns noch einen schönen Abend zu 2. Den Samstag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück in „meiner“ Küche und so lernte Luise die eine oder andere meiner Mitbewohnerinnen kennen. Nach dem Frühstück habe ich ihr meine Arbeitsstelle gezeigt, denn Sr. Betty hatte mir angeboten alles aufzuschließen und so sah sie Küche, Kantine, Tageszentrum und meine Kollegen.
Letzteres war auch für mich eine Überraschung, aber auch sie leben zum Teil von Kleiderspenden. Wir sahen auch den Kindergarten und obwohl ich nun schon 4 Monate hier bin war es das erste Mal, dass ich diesen von innen sah und es war sehr interessant. Hier müssen die Kinder bevor sie in die Gruppen dürfen zu einer Krankenschwester stellt diese fest, dass die Kinder krank sind werden sie wieder nach Hause geschickt.
Nachdem wir nun alles rund ums Haus gesehen hatten, machten wir uns gemeinsam, bei schönstem Wetter, auf den Weg zum Amt für die Stempelangelegenheiten. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass dieses am Wochenende nicht arbeitet. Also kein Stempel die Botschaft arbeitete auch nicht und wir mussten auf die 72 Stunden Regelung vertrauen. Das fiel irgendwie ganz schön schwer. Muss doch für uns deutsche immer alles geregelt sein!
Wir entschieden das Thema aus dem Sprachschatz zu streichen und starteten unseren Stadtrundgang.
Wir endeten auf dem Weihnachtsmarkt. Wo ich das erste Mal mit Begleitung war hatten mich die Seminaristen doch „sitzen gelassen“. Wir tranken sehr leckeren Glühwein, lauschten der Musik und waren von den ganzen Lichtern überfordert!
Ein kleiner Höhepunkt des Tages war die Mitfeier der orthodoxen Messe in der großen Stadtkathedrale. Es war mal ein Gottesdienst der so ganz anders war als die die ich bisher kannte, aber er war sehr schön. Den Abend ließen wir in einer Pizzeria ausklingen.
Am Sonntag besuchten wir die Messe in der kath. Kathedrale, danach noch ein Kaffee und Luise musste schon wieder zurück. Wollten wir Beide nicht, dass sie nicht zu spät an der Grenze ist, wegen der Stempelgeschichte.
Ich entschied mich spontan zu dem Themennachmittag der kath. Jugend zu gehen, dass Thema war Sünde. Es waren nicht viele und es wurde abwechselnd in Russisch, Rumänisch und ab und zu gab es für mich eine Übersetzung ins Deutsche. Nach einer Stunde kamen plötzlich noch viel mehr Menschen und ich dachte nur ja die liebe Pünktlichkeit. Wie ich irgendwann feststellen durfte gab es einen 2. Teil zur Vorbereitung des „Bistumsjugendtag“ am 2.05.
Die Vorbereitungen sind super und irgendwie freu ich mich auf den Tag schauen wir mal wie der Tag wird.
Das kommende Wochenende werde ich so wie die letzten gewöhnlichen verbringen. Bevor ich dann noch einen Anlauf nach Iasi wage und dann geht es ja schon zum Seminar nach DD.
Dazu noch eine Information ich habe SEMINAR in Dresden das bedeutet ich habe keine Zeit für irgendwelche Treffen.


In diesem Sinne bis zum nächsten Eintrag, der auf sich warten lassen wird… J
eure Becca 

Montag, 6. Januar 2014

Brasov, Odessa und sonstiges

Die Zeit sie rast und so ist das lang herbei gesehnte Weihnachtsfest  schon wieder vorbei.
Ich möchte nun kurz berichten wie es war.
Ich begab mich wie schon beim letzten mal erwähnt am 21.12 auf große Reise. Die Fahrt begann in einer völlig überfüllten Maschrutka und ich war froh, dass ich am Anfang eingestiegen bin. Hatte ich so doch wenigstens einen Sitzplatz für mich und meine „kleine“ Tasche. Am Busbahnhof angekommen fand ich auch den Bus ziemlich schnell. Mir wurde verdeutlicht, dass ich meine Tasche öffnen muss. Der Fahrer schaute rein, tastete einmal durch und dann durfte sie im Bauch des Busse´s verstaut werden.
Wir fuhren pünktlich los. Eine kleine Sensation für mich. Doch schon nach einer halben Stunde hielten wir das erste Mal ungeplant, aber es ging kurze Zeit später weiter. Um genau 10 min. wieder zum Stehen zu kommen.
Beide Busfahrer stiegen aus und es passierte 10 min. , 20 min, 30 min einfach nichts. Irgendwann stieg einer aus zum rauchen und als er wieder rein kam, meinte er nur „reperatie“. In Deutschland wären schon nach den ersten 10 min. die wildesten Spekulationen ausgebrochen hier wird nach einer halben Stunde mal nachgefragt und das reicht dann. Nach insgesamt 1 ½ Stunden setzten wir unsere Fahrt ohne jegliche Erklärung vom Busfahrer einfach fort. Sehr entspannt alles.
An der Grenze gab es für mich keine Probleme. Ein junger Mann hinter mir musste aber aussteigen und danach auch seine Tasche nehmen und durfte die Grenze nicht passieren. Das war schon irgendwie komisch.
Ich kam trotz allem irgendwie pünktlich um 22 Uhr an keine Ahnung wie wir das geschafft haben. Am Bahnhof wurde ich schon erwartet. Marianne und ich fielen uns vor Freude jubelnd in die Arme eine Aktion was amüsant beobachtet wurde und mir einbrachte, dass sich der Busfahrer bei der Rückfahrt an mich erinnerte. Es war der Gleiche. J
So nun aber zu meiner Zeit in Brasov.
Es war soooo schöön. Am Sonntag kam Ruth überraschender Weise auch schon an und am Montagvormittag kam auch Karo an. Nun war das Weihnachtsquartett komplett.
Wir unterhielten uns bis tief in die Nächte über Erfahrungen. Tagsüber unternahmen wir so viel wie möglich um die Stadt und die Umgebung besser kennen zu lernen.
Am 24.12 waren wir vormittags auf einer Eisbahn die wir fast für uns allein hatten. Die Betreiber freuten sich sehr über unser da sein. J Am Abend dekorierten wir dann unseren Tannenstrauch und machten Kartoffelsalat, sowie Knoblauchsuppe typisch deutsch und ungarisch. Multi Kulti halt.
Nach dem Essen fand auch jeder eine Kleinigkeit unter dem Strauch für sich. Es war so schön jede hatte sich hingesetzt und eine Kleinigkeit für die anderen vorbereitet.

Um 21:30 Uhr hieß es noch einmal aufbrechen. Wir wollten uns die Christnacht nicht entgehen lassen. Zu unserer Überraschung gab es vor der Liturgie noch das Krippenspiel. Was sehr schön war.
Ansonsten sahen wir noch eine Kirchburg in der näheren Umgebung zu der wir mit Gabi (Gabriel) und seinem alten Dacia gelangen. Gabi ist ein Hostelvater den wir aber egal wann wir am Bahnhof waren immer dort trafen und er bot uns zu jeder Zeit seine Hilfe an, was wir dankend annahmen. 

unser Taxi
Wir waren auch auf dem Brasovberg bauten dort einen Schneemann, besuchten das KH und das Schloss, sowie den Weihnachtsmarkt. Also eine rundum gelungene Woche und so fiel der Abschied doch ein wenig schwer. 
Karo, Marianne, ich, Ruth und Mr. Bean
... und dann ging es abwärts
Das Schloss 


Achso und wir haben fleißig Postkarten geschrieben und ich hoffe sie kommen an. Die Dame hinterm Schalter war etwas verwirrt als ich 38 Briefmarken haben wollte. 
Der Beweis wir haben sie abgeschickt!!!
Als ich wieder hier war am 29. sollte mich eine kleine Überraschung erwarten mir wurde mitgeteilt, dass das Hostel am 31. schließt und ich doch sicherlich nicht hier sein werde. Ähm ja also hatte ich das schon so geplant da zu sein, aber gut hier kommt man ohne Spontanität nicht weiter. Also fragte ich spontan Luise an ob denn bei ihr noch ein Plätzchen frei wäre und sie meinte nur kein Problem komm vorbei. Ich kam aber nicht allein, denn ich hatte mit Anna beschlossen Silvester zusammen zu feiern und Luise meinte auch das ist kein Problem.
Also begaben Anna und ich uns am 31. Um 10:30 Uhr auf den Weg nach Odessa. Die Fahrt verlief wie geplant und so erreichten wir Odessa 15:30 Uhr. Angekommen wollten wir uns noch die Tickets für die Rückfahrt kaufen doch die Frau am Schalter meinte nur, dass sie nur Tickets für den jeweiligen Tag verkauft, gut dann halt nicht. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt. War ich doch schon einmal in Odessa, kannte ich mich aber auch nicht wirklich aus und der Stadtplan war leider auch nicht ganz Maßstabsgetreu, da ist doch sehr praktisch das Anna fließend russisch spricht und so kamen wir im Stadtzentrum an. Dort machten wir es uns im Stadtpark erst einmal bequem. Mit Brot, Decke, Fleisch und Serviette aßen wir Mittag. Die Leute die vorbeikamen schauten ein wenig amüsiert. Wir liefen noch ein wenig durch die Stadt und trafen dabei auf Luise und ihren Bruder. Wir beschlossen spontan noch einen Glühwein zu trinken und gemeinsam nach Hause zu laufen. Dort trafen wir auf die anderen Ukraine Freiwilligen und so begann das wilde Schwatzten. Wir gingen dann zusammen essen und bestaunten anschließend das Feuerwerk.
Im Restaurant gab es Deko für alle !!!
Einfach großartig so über dem Wasser. Nach dem Feuerwerk folgte musikalische Unterhaltung vor dem Rathaus und so tanzten wir uns in das Jahr 2014 dachten um 1 an alle die, die nun auch im Jahr 2014 angekommen sind und um 2 an unsere Mitfreiwilligen in GB.
die Silvestergruppe
Der nächste morgen begann etwas später. Doch Anna und ich wollten noch etwas von Odessa sehen und so beschlossen wir um 10 auf zustehen. Halb 12 schafften wir es nach draußen uns empfing ein leichter Sprühregen, doch das konnte uns nicht aufhalten gemeinsam liefen wir noch einmal die Fußgängermeile hinab zum Hafen. Die Stadt war sehr ruhig und was mich am meisten beeindruckte sie war SAUBER. Keine Spuren mehr der letzten Nacht. Liebes Deutschland du darfst dir gerne wiedermal eine Scheibe abschneiden, denn auch als wir am Abend wieder in Chisinau ankamen sah man nichts mehr. Wir schafften es noch auf den Busbahnhof um die Tickets zu kaufen und dann aßen wir mit den anderen „Frühstück“ und nahmen Abschied, denn 15:30 Uhr fuhr die sehr volle Maschrutka mit uns wieder zurück. So ging ein sehr schöner Jahreswechsel viel zu schnell vorbei.
Das 1. Januarwetter. Regen statt Schnee

Ich merkte irgendwann das mir der Einreisestempel in die Moldau fehlte und mein nächstes Abenteuer begann, denn wenn man die Botschaft fragt braucht man diesen Stempel unbedingt. Also erkundigte ich mich wo ich den her bekommen könnte. In dem Büro erklärte man mir, dass ich den nicht brauche, da ich diese Karte besitze gab mir aber einen weiteren Zettel. Ich war verwirrt
Das letzte Wochenende muss auch noch erwähnt werden!
Wollte ich doch ursprünglich Ski fahren gehen. Doch da auch der Schnee hier, wie auch in Rumänien Mangelware ist löschte ich diesen Gedanken wieder.  Mein nächstes Ziel hieß Iasi, wollte ich doch Gabi (den Priesteramtskandidaten vom 9.12) besuchen. Dies musste ich jedoch auch absagen machte mir doch meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung.
Ich stellte mich also auf ein langes Wochenende, da wir heute und morgen auch frei haben, ohne Aktivitäten ein. Am Samstagabend erhielt ich plötzlich eine SMS mit den Worten „Gute Nacht liebe Nachbarin Lieben Gruß aus dem Casa P. Gabi“
Er und sein Mitstudent hatten spontan beschlossen ein Wochenende hier zu verbringen. Um alte Bekannte wieder zusehen und dem eigenen Professor bei seiner Sonntagspredigt zu lauschen. Er war auch hier. So trafen wir uns am Sonntagmorgen zum Tee trinken, dann ging jeder seine Wege und den Abend ließen wir gemeinsam bei „La Placinte“ ausklingen.
Heute war ich dann wegen der Stempelangelegenheit morgens auf der Dt. Botschaft und plötzlich erklärte man mir auch da, dass ich ihn nicht brauche. Gut dann hätten wir das jetzt auch geklärt. Anschließend war ich in der Kathedrale zum Festgottesdienst der lustiger weise Zweisprachig war. Also der komplette Wortgottesdienst auf Russisch und nur die Präfation auf Rumänisch.
Wenn ich schon mal beim Thema Sprache bin. Mir wurde sowohl in Rumänien als nun auch von Sebi (Mitstudent von Gabi) gesagt, dass mein rumänisch verständlich ist.
Eine riesige Motivation weiter zu lernen!!!
Nach dem gestrigen Abend habe ich beschlossen, dass ich mehr mit den Seminaristen von diesem Jahr machen will und so kommt es, dass ich evtl. morgen mit ihnen auf den hiesigen Weihnachtsmarkt gehen werde. Schauen wir mal wie das wird, denn die beiden sprechen nur rumänisch. Gabi und Anna können ja beide deutsch und wenn ich etwas nicht weiß sag ich es einfach auf deutsch und sie verstehen mich… aber bei den beiden ich bin gespannt wie es wird.

In diesem Sinne bis bald mal wieder und allen noch ein gutes und gesundes Jahr 2014
eure Becca



Freitag, 20. Dezember 2013

Weihnachten

Seit dem letzten Eintrag sind wieder ein paar Tage vergangen. Wodurch es schon Kritik geregnet hat. Ich möchte heute einmal sagen. Ich bin hier und lebe mein Leben unternehme einiges und habe dadurch nicht immer Zeit einen Eintrag zu verfassen. Auch wenn man es nicht glauben mag, aber so ein Eintrag braucht (viel) Zeit. 
Ich berichte euch nun aber ausführlich über die vergangen 14 Tagen.
Am 6. Dezember war Nikolaus. Ich stellte mich darauf ein, dass er hier nicht bei mir vorbei schauen wird. Ich besorgte am Abend vorher Waffeln und Mandarinen für meine Mitbewohnerin und stellte sie nachts vor die Tür. Bis heute rätseln sie wer das gewesen ist. Mich überraschte aber ein weiteres kleines Packet am Morgen vor meiner Tür und gut gelaunt lief ich auf Arbeit. Hatte ich doch auch für meinen Wichtel was vorbereitet was ich schnell vorbeibringen wollte. Ich wurde aber gestoppt! Meine Kolleginnen aus der Kantine empfingen mich mit „Komm her, St. Nikolaus war hier!“
Also musste ich meinen Plan ändern und bog in die Kantine ab. Wie praktisch doch so eine Bauchtasche manchmal ist. In der Kantine erwartet mich eine Plastiktüte (typ. moldauisch halt) mit meinem Namen. In dieser Tüte befanden sich Socken und ein Schal, sowie ein „Knallbonbon“ der mit Schokolade gefüllt war. Mein Engel hatte mir eine Tafel Milka Schokolade in mein Fach gepackt. Also ein rundum gelungener Start in den Tag. Ein positiver Aspekt an einem katholischen Haus. Hier ist der Nikolaus nämlich sonst nicht bekannt. Nach diesem schönen Freitag ging in ein verlängertes Wochenende. Warum!? Tja mal wieder ein Vorteil am kath. Haus.
Am 8. 12 war Maria Empfängnis also ein bedeutender kath. Feiertag, da dies aber ein Sonntag war und damit auch mit dem 2. Advent kollidierte beschloss der Bischof, dass alle katholischen Einrichtungen am Montag geschlossen haben.
Zu meinem freien Montag aber später.
Am Wochenende war ich wieder beim Deutschkurs aushelfen, doch mein Sprachkurs am Sonntag besuchte ich nicht.
Es war der Sonntag der letzten deutschen Messe und so gab es danach ein gemütliches Beisammen sein, außerdem hatte ich mich mit Julian und Andrea verabredet um gemeinsam mit ihnen auf die Eisbahn zu gehen. 
Am Vormittag des Sonntages war ich Schuhe kaufen und ich dachte das sollte hier kein Problem sein und auch preislich erschwinglich. Leider ein Vorurteil was sich nicht bestätigt hat. Ich war auf dem Markt und im Normalfall begannen die Preise für Stiefel so bei 1450 Lei (85€). Ich fand letztendlich einen Stand am hintersten Ende des Marktes. Wo es doch noch recht günstige Stiefel gab, welche nur 350 Lei kosteten.
Es war aber interessant was die Verkäuferinnen einem so raten wenn die Stiefel nicht (richtig) über die Waden passen. Man kann sie doch zum Beispiel einfach noch ein Stück aufschneiden dann passen sie.  Tja ja. Ich habe nun Stiefel die auch ohne aufschneiden passen und auch nicht so teuer waren.
Mit neuen warmen Stiefeln ging es dann am Montag morgen 6:30Uhr auf nach Iasi.
Iasi ist eine Stadt in Rumänien wo die katholische Fakultät zuhause ist. An der Pater Stefan studierte und die beiden zur zeitigen Seminaristen studieren. Anlass war die Einladung zur Diakonsweihe ehemaliger Seminaristen, welche ihr Pastoraljahr vor 2 Jahren im Casa absolviert haben.
Wir fuhren deshalb so zeitig los, da wir noch die Grenze passieren mussten und der Festgottesdienst um 11:30Uhr Uhr beginnen sollte.
Für alle die so wie ich einem geeinten Deutschland aufgewachsen sind, fragen sich wahrscheinlich warum man für einen Grenzübertritt mehr Zeit einplanen muss. Bei meiner Reise in die Ukraine habe ich es schon einmal kurz erwähnt.
Für den Grenzübertritt zwischen der Moldau und Rumänien sollte man aber noch mehr Zeit einplanen, denn es ist die EU Außengrenze.  Alle aus der Moldau stammenden brauchen also ein Visa um diese zu passieren. Alle Autos werden genausten untersucht, wegen des Schmuggelns und die Pässe werden genau betrachtet. Wir wurden ein wenig schief beäugt gaben wir doch Pässe aus Rumänien, Deutschland, Italien und der Moldau ab.
Es gab aber keine Probleme und so kam es das wir an einem Montag morgen um 7:30 Uhr nur 1 Stunde an dieser Grenze zu brachten.  Es waren 3 Schalter geöffnet und an jedem standen ca. 5 Autos. Es war also schnell.
Wir erreichten Iasi gegen 10Uhr und so ergab sich für mich die Situation, dass ich noch ein wenig Zeit hatte mir die Stadt anzuschauen gemeinsam mit Rodica. Sie zeigte mir die große orthodoxe Kirche, die Oper, das Kulturhaus und das Rathaus.
die orthodoxe Kirche

Die Oper
Wir besuchten auch kurz ein Shoppingzentrum um die Toilette zu besuchen. Dies findet Erwähnung, weil ich so saubere, ordentliche und kostenlose WC´s  aus Deutschland nicht kannte. Der Gottesdienst war sehr schön und die Kirche ist eine sehr schöne moderne. Es wurden 17 Priesteramtskandidaten zum Diakon geweiht und all die anderen Seminaristen bildeten den Chor. Nach der Messe schlossen wir uns den Gratulanten an, wobei ich immer den Job der Fotografin übernehmen durfte, sollte doch alles für die Kollegen festgehalten werden. Wie ich so beim Fotos machen bin werde ich plötzlich angesprochen ob ich die neue Freiwillige aus Deutschland bin. Ich bejahte und Gabriel stellte sich mir vor. Er war der Seminarist im Casa vom letzten Jahr. Er lernt deutsch und freute sich mit mir auf Deutsch sprechen zu können und meinte nur wir sehen uns im Seminar wieder. Was ich bis dahin nicht wusste.
Nach den Gratulationen fuhren wir tatsächlich ins Priesterseminar und zusammen mit Soara Betty wartete ich auf Gabriel. Pater Stefan besuchte in der Zeit seinen Neffen, ebenfalls Stefan und studiert Theologie auf Priesteramt, Rodica kümmerte sich um ihren rumänischen Pass. 
das Seminar
Gabi zeigte uns die kleine Kapelle und erklärte sie uns, den Garten und die Klassenräume. In letzerem fragte er mich ob ich denn den YOUCAT besitze ich bejahte und er meinte auf rumänisch was ich verneinte und so drückte er mir diesen in die Hand ich blättert durch und wollte ihn zurück geben, da meinte er „Behalte Ihn er ist für Dich“. Ich war völlig überrumpelt und freu(t)e mich sehr. Dann hieß es Abschied nehmen musste Pater Stefan doch wieder zurück wegen der Abendmesse.
Wir fuhren also wieder Richtung Grenze und brauchten an der rum. Grenze 1 ½ Stunden, obwohl ich mir sicher bin, dass der Bischof da was geregelt hat. Dieser fuhr nach uns los war dann aber ebenfalls an der Grenze überholte uns dort, da er auf einer besonderen Spur einfahren durfte. Der Bischof halt.
Für mich war dabei interessant, das an der Seite mehrere Transporte standen die gerade dabei waren alles zu entladen, alle Kisten zu öffnen und alles durchleuchten zu lassen. Auch das Auto vor uns musste alle Taschen öffnen und auch das Reserverad anheben.  An dieser Stelle wünsche ich Johann und Simon, welche mich besuchen kommen wollen viel starke Nerven und ein wenig Humor. Wir mussten dagegen nur den Kofferraum aufmachen und wurden durch gewunken.  Wir fuhren dann gemütlich nach Hause. Eins steht aber wahrscheinlich jetzt schon fest nach diesem Jahr hier wird mir im Auto nicht mehr schlecht
Am 10. 12 startet für mich dann auch die Woche ganz normal und der Alltag nahm seinen Lauf.
Am 11.12 war es endlich soweit am Abend schneite es!! Ich freute mich wie ein kleines Kind und beschloss abends noch ein wenig spazieren zu gehen. Ich bereute es schnell, dass es geschneit hatte, bedeckt der Schnee doch alle Stolperfallen und die gefrorenen Pfützen. Am nächsten Tag brachte es uns aber eine schöne Schneeballschlacht mit den Kindern. Der Versuch einen Schneemann zu bauen scheiterte aber.
Am Abend erwartete mich noch ein Weihnachtskonzert im großen Orgelsaal, welches die deutsche Botschaft organisiert hatte. Am Sonntag hatte ich schon meine Eintrittskarte bekommen was in diesem Moment das Beste war. Das Konzert war kostenlos und so stürmten die Menschen in Massen rein und die mit Karte kamen schneller durch. Pater Stefan der keine Karte hatte profitierte durch mich sprach ich doch einfach auf Deutsch die Dame am Eingang an. Sie verstand nichts nur das ich Deutsche bin und sie mir damit eine Karte geben sollte. Manchmal ist es praktisch deutsch zu sein.
Ich habe aber leider am Samstag auch erfahren dürfen, dass es auch das Gegenteil bringt. So war ich in einer Bar. Wo einige Freiwillige ihren Abschied feierten, da sie ihren Dienst beendet haben. Ich begrüßte ein mir bekanntes Gesicht auf deutsch und ein Einheimischer der in der Bar saß, begrüßte mich daraufhin mit dem Hitlergruß. Eine sehr unangenehme Erfahrung, da er direkt am Tresen saß und man dort die Getränke bekam meinte er auch mir weiter irgendwas erzählen zu müssen. In dem Moment war ich einfach froh nichts verstehen zu können bzw. wollen.  Er verließ die Bar ca. 15 min. später. Ich und die anderen dt. waren sehr erleichtert.
Eine positive Situation aus der Bar möchte ich euch aber nicht vorenthalten. Wie es so ist wenn man auf Freiwillige aus aller Welt trifft, startet man die Konversationen auf Englisch. Stellt sich dann heraus, dass man aus dem gleichen Land kommt, wechselt man in die Muttersprache. So war es auch bei Max und mir. Wir durften auch feststellen, dass wir aus der gleichen Stadt kommen. Das ist dann eher nicht so häufig der Fall. Max ist ebenfalls Freiwilliger hier und weil Dresden ja so klein ist kommt er auch noch aus Strießen. Tja ja die Welt ist halt doch nur ein Dorf. Wir waren beide sehr überrascht und freuten uns endlich kennenzulernen hatten wir doch schon Gerüchte gehört, dass es je einen weiteren Dresdner geben soll.
Der Abend wurde länger als die bisherigen Abende außerhalb waren. Ich darf die Zeit aber nie aus dem Augen lassen, denn sonst komm ich zuhause nicht mehr rein, da spätestens um 12 der Pförtner schlafen geht. Ausnahmen bestätigen die Regel gerade wenn wir Gäste haben.
Es war aber dennoch ein schöner Abend auch wenn danach alles nach Rauch stank gibt es hier das Nichtrauchergesetz doch noch nicht.

Während meiner letzten Wochen uns auf Arbeit trafen wir uns immer wieder um Weihnachtslieder zu singen. Am Mittwoch und Donnerstag war es dann soweit und wir hatten unsere kleinen Auftritte. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht sehr gern singe, aber hier habe ich gelernt das es nicht darauf ankommt wie schief man singt Hauptsache man verbreitet Freude. Der schönste unserer Auftritte war in einem Trollybus. Wir wurden schon schief angeschaut als wir mit Gitarre, Trommel und Rasseln einstiegen als wir dann auch noch anfingen zu singen waren die meisten anfangs sehr irritiert freuten sich dann aber umso mehr.
Die Singgruppe
Heute war dann der Höhepunkt für die Kinder. Sie haben während die Freiwilligen sangen ihr Krippenspiel geprobt doch so wirklich intensiv erst die vergangene Woche. Ich war Krippenspielproben bisher nur von zuhause gewohnt alle mussten immer ruhig sein und den anderen mit zuhören. Hier ist das überhaupt nicht der Fall.
Auch das immer alle anwesend sein müssen ist eher nicht normal. Heute sagte uns dann auch nur kurzfristig Maria ab. Warum eigentlich nicht. Sie war aber zu den Proben auch nie anwesend oder wenn hatte sei keine Lust oder hat geweint. Von daher spielte es eine andere die aber gleichzeitg auch noch den Soldaten spielte. Eine amüsante Kombi.
meine Kids
Ja und so wurde ich mit einem doch am Ende sehr schönem Krippenspiel in die Weihnachtsfeiertage entlassen, denn ich habe die nächste Woche URLAUB (genommen).  Unser Haus schließt auch am 24. / 25. und da ich Weihnachten nicht so ganz allein sein wollte, werde ich mich mit meinen Mitfreiwilligen in Brasov in Rumänien treffen. Ich werde morgen (Samstag) den Bus nehmen. Mit diesem dann 10 Stunden unterwegs sein und am Abend auf bekannte Gesichter treffen. Ich freue mich sehr darauf und bin gespannt wie es wird. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfes. Ein paar ruhige Stunden mit den Lieben.

In diesem Sinne bis bald eure
Becca 
der Platz wo mein Wichtel mir Botschaften hinterlassen hat

Der Weihnachtsbaum mit den Bascettasternen

Mein WEIHNACHTSGESCHENK

Donnerstag, 5. Dezember 2013

3. Monat

Als erstes wünsche ich all meinen Lesern eine besinnliche, ruhige und nicht so stressige sowie gesegnete Adventszeit.
Es ist Wahnsinn wie schnell die zeit vergeht ich bin seit nun genau 3 Monaten hier und es gibt Situationen, da fühlt es sich an als wäre ich gestern erst angekommen, wenn ich zum Beispiel mal wieder nur Bahnhof verstehe. Es gibt aber auch Situation da fühlt es sich so an als ob ich schon viel länger hier wäre. Zum Beispiel wenn die Kinder zu mir kommen und nur ich bei den Hausaufgaben helfen darf, oder auch bei Gesprächen mit Kollegen die nun immer persönlicher und vertrauter werden. Ein erstes Fazit will ich aber noch nicht ziehen. Mir geht es gut und ich lass nun die Adventszeit auf mich wirken. Die anders ist als die letzten 18 meines Lebens.

Meine letzte Woche verbrachte ich im Großen und Ganzen damit Bascetta Sterne zu basteln.
Wie es dazu kam. Ich habe meiner Mentorin Einen gebastelt als Dankeschön für ihre Hilfe bei der Legalisation, denn ansonsten müsste ich heute ausreisen. Diesen hat die Chefin der Sozialassistentinnen gesehen und mich gefragt ob ich nicht welche für den Weihnachtsbaum machen könnte. Ich fragte sie wie viele es denn werden müssten und sie meinte 14. 9 Große und 5 Kleine für die Spitze. Ich dachte das ist machbar am Ende sind wir bei 27 gewesen, da wir nun 9 Große, Mittlere und Kleine haben. Alle in blau rot oder gelb. Die Farben der Moldau. Ich habe zwar fleißige Helfer gehabt die mit gefaltet haben aber das Zusammenstecken blieb an mir hängen. Es sieht zwar wirklich schick aus und alle loben mich aber eines steht fest ich will vorerst keine mehr falten.
Gestern habe ich einen Fröbelstern gebastelt die Kinder fanden ihn super, mal sehen welches Fass ich damit ins Rollen gebracht habe.
Im Allgemeinen ist das dekorieren der Häuser hier nicht üblich, da die orthodoxen Gläubigen keinen Advent begehen. In unserem Haus wurde jedoch alles schön dekoriert auch wenn der Weihnachtsbaum eine bunt blinkende Beleuchtung hat und künstlich ist, freue ich mich jedes mal über seinen Anblick. In meinem Zimmer schmücken die mir geschickten Adventskalender den Tisch.
Mein Start in die Adventszeit war sehr schön und gemütlich, denn wie ihr aus dem Letzten Eintrag entnehmen könnt verbrachte ich letztes Wochenende in der Ukraine in Odessa bei Luise.
Darüber möchte ich nun ein wenig mehr berichten.
Am Freitagabend begann die Reise für mich 18 Uhr mit dem Bus, wobei man bei Bus nicht von einem großen Bus ausgehen darf. Es war ein großer Mercedes Sprinter mit 18 Sitzplätzen und ähnelt daher den Maxi Taxis die hier sonst überfüllt durch die Stadt düsen. Mit mir reisten noch 9 weitere. Ich fiel aber schon durch mein großes Gepäck (mein kleiner Wanderrucksack) auf. Alle anderen reisten mit kleiner Hand- oder Aktentasch. An der Grenze fiel ich das nächste mal auf, da alle einen blauen Reisepass abgaben nur ich gab einen roten mit festem Einband ab. Was mir neugierige Blicke einbrachte. 
Ein paar Details zu meiner Reise. Odessa liegt ca. 205 km. von Chisinau entfernt. Man könnte nun meinen, dass man diese Strecke in 3 Stunden geschafft hat. Wir brauchten 4 ½ da die Straßen und das Passieren der Grenze etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Man fährt durch die Dunkelheit manchmal hält man im gefühlten nichts, weil einer aussteigt oder einer zusteigt und mit mal liegt die Grenze vor einem. Ab der Grenze führten die Mitreisenden ihre Gespräche auf Russisch weiter und wechselten die Simkarten der Handys. Ich dachte weil es wahrscheinlich günstiger ist. Als ich in Odessa ausstieg und immer noch kein Netz hatte begriff ich, dass das Netz der Moldau in der Ukraine nicht funktioniert. In dem Moment war ich froh Luise an der Grenze noch erreicht zu haben und mit ihr den Treffpunkt auszumachen.
22:30 Uhr bin ich dann in Odessa angekommen natürlich nicht da wo ich wollte, denn ich habe verstanden gehabt, dass wir am Hauptbahnhof ankommen und bin davon ausgegangen das er den der Züge meinte. Wir sind aber am Hauptbusbahnhof angekommen. Ich stand also etwas verloren ohne Handy ohne ukrainisches Geld da und war etwas verloren. Doch gottseidank leben auch in der Ukraine die Menschen am Abend länger und ich fand einen Geldautomaten. Ein Taxifahrer fuhr mich dann auch zum Bahnhof, da Luise leider nicht ans Telefon gegangen ist als ich von seinem anrufen wollte. Der Taxifahrer stellte sich während der Fahrt als sehr zudringlich heraus und wollte, dass ich unbedingt bei ihm übernachte, da mich meine Freundin ja anscheinend vergessen habe. Ich verneinte mehrmals und habe es am Ende geschafft zu entkommen, auch wenn mich die Fahrt 6€ gekostet hat. Das war es mir wert. Am Bahnhof angekommen hatte ich noch ein wenig Zeit mir diesen anzuschauen und dann traf ich auch schon auf Luise.
Der Bahnhof von Odessa
Wir freuten uns beide sehr uns wiederzusehen, beschlossen aber im Taxi noch so wenig wie möglich und wenn nur sehr leise zu reden des Preises wegen, denn unterhält man sich auf Deutsch gehen sie sofort davon aus das man Geld hat und so eine Taxifahrt wird ganz schnell ganz teuer. (es ist auch überall das Gleiche) Der Abend war aber noch lange nicht zu Ende wir unterhielten uns und schmiedeten erste Pläne für den Samstag.
Unseren Samstag begannen wir bei einem gemütlichen Frühstück im Kompott. Ein sehr gemütliches und leckeres Café, bevor wir unseren Stadtrundgang begannen.
unser Frühstück am Samstag
Luise zeigte mir alle wichtigen Plätze Odessa´s und ich war/ bin beeindruckt was sie mir alles über ihre Stadt erzählen konnte ich werde noch ein wenig üben bevor mich jemand besuchen kommt.
Es war ein wirklich sehr schöner Tag nicht nur des Wetters wegen und wir waren lange unterwegs. Den Tag rundeten wir mit einem Spieleabend bei der Frau des Bischofs ab. Wer sich jetzt wundert, dem sei gesagt Luise arbeitet für die ev. – luth. Kirche.  
Die sinkende Oper

Das Rathaus

Die Potjomkinsche Treppe mit Blick auf den Hafen

Wir auf der Treppe

über den Dächern Odessas
Den Sonntag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück. Wir zündeten die 1. Kerze an, aßen deutsche gefüllte Lebkuchenherzen und dachten über den Impuls des Adventskalenders nach. Ein gemütliches Frühstück bevor es dann zum Gottesdienst ging.
unser Sonntagsfrühstück
Nach dem Gottesdienst machten wir uns noch einmal auf in Richtung großen Markt. Und ja er war wirklich groß und man bekommt von Schuhen bis zum Fisch alles, aber wirklich alles.
Doch leider hieß es während dessen schon immer die Uhr nicht aus dem Blick zu verlieren sollte doch mein Bus 15:30 Uhr zurück fahren.
Wir machten uns also 15 Uhr auf den Weg zum Busbahnhof. Irgendwann zeigte die Uhr mit mal 15:20 Uhr und es war irgendwie keine Straßenbahn in Sicht. Auch war gerade irgendwie gerade kein Taxi daran interessiert uns mit zu nehmen. Typisch deutsch begannen wir uns Sorgen zu machen waren heilfroh als 15:32 die Straßenbahn auf tauchte und noch froher als wir 2 min. später am Bahnhof waren. Wir rannten zur Abfahrtsstelle des Busses. Dort wurden wir freundlich empfangen und uns wurde deutlich gemacht, dass es kein Grund zur Eile gibt. Tja ja so ist das nun mal mit der deutschen Pünktlichkeit im osteuropäischen Raum. Der Bus fuhr letztendlich erst 16 Uhr ab. Ich erreichte Chisinau gegen 21 Uhr und fiel völlig k.o. in mein Bett, nachdem ich mein 1. Türchen des Adventskalenders geöffnet hatte.
Mein Vergleich zwischen Odessa und Chisinau:
-          In Odessa sind die Bürgersteige höher :)
-          Odessa bietet mehr Vielfalt in der Architektur
-          Die Jugend ist ebenfalls frustriert über die Regierung
-          Die Menschen sind (im Normalfall) sehr freundlich und hilfsbereit
-          Das Leben ist teurer als in Chisinau
-          Das Meer ist beeindruckend
       Man sieht mehr alte Autos herum fahren
-          Und noch einiges mehr stöbert einfach durch die paar Bilder
Für die Pause zwischendurch

Ich sag ja interessante Architektur


Schweine verboten ! 
Am Montag bin ich dann noch etwas k.o. aber glücklich in die Woche gestartet.
Als ich am Abend zu Hause fragte mich Marina ob wir denn nicht spazieren gehen wollten. Draußen windete es zwar ziemlich stark, aber sie und Doine wöllten trotzdem eine Runde raus gehen. Ich bejate warum sollte ich denn auch zuhause rum sitzen. Der Spaziergang endete in der nächsten Pizzeria. Es wurde noch ein sehr gemütlicher schöner Abend doch das zeitiger schlafen gehen viel damit natürlich aus.
Im Casa Provedenti wurde ich am Dienstag dazu angehalten mal wieder ein Freudentänzchen aufzuführen, da meine Vorgängerin wohl immer getanzt hat, wenn sie Post bekommen hat. Vielen Dank liebe Katrin für dieses Ritual. Ich bekam einen wunderschönen selbst gebastelten Adventskalender von meiner kleinen Cousine. Vielen lieben Dank Marieke dafür, sowie Post von meinen Großeltern und Eltern. Ein Dank geht auch an Marcel, der meine Wand nun um eine Karte aus Estland bereichert hat. Ich war wirklich sehr überrascht und habe mich sehr gefreut über so viel Post mit mal.
Am Abend traf ich mich mit Andrea und Julian (2 weitere dt. Freiwillige) zum Plätzchen backen. Es war sehr lustig und ohne Ausstechformen sind sehr interessante Motive entstanden. Die Plätzchen schmecken auch wirklich sehr gut. Ich habe gestern welche mit auf Arbeit genommen und sie wurden mit Begeisterung verputzt.
Auf Arbeit wichteln wir zurzeit. Eine wirklich schöne Aktion zumal es zurzeit wirklich alles noch sehr geheim ist und jeder am rätseln ist, wer der „Secret Angel“ den sein könnte, wie hier die Wichtel heißen.
In diesem Sinne verwichtel ich mich bis zum nächsten mal
eure Becca 

P.s. Wer sich fragt warum ich morgens zeit hatte um den Eintrag zu schreiben. Ich war bei einer sehr schönen Rorate Messe und habe noch ein wenig Zeit bevor mein Alltag beginnt, welche ich mit Blog schreiben und einem gemütlichem Frühstück überbrücke